Liegezonen

Liegezonen sind Abschnitte einer Matratze mit unterschiedlicher Festigkeit. Sie sollen dafür sorgen, dass schwere und breite Körperpartien — vor allem Schulter und Becken — tiefer einsinken als leichtere, damit die Wirbelsäule gerade bleibt. Üblich sind Angaben von drei bis neun Zonen; entscheidend ist nicht ihre Zahl, sondern ob sie zum Körper passen.
| Zweck | Schulter und Becken einsinken lassen, Taille stützen |
|---|---|
| Übliche Angaben | 3, 5, 7 oder 9 Zonen |
| Wichtigste Zone | Die Schulterzone |
| Genormt | Nein — weder Zahl noch Lage sind festgelegt |
| Mehr Zonen | Nicht automatisch besser |
| Grundvoraussetzung | Die Zonen müssen zur Körperlänge passen |
Warum es Zonen gibt
Der menschliche Körper ist ungleich verteilt. In Seitenlage lastet an Schulter und Becken deutlich mehr Gewicht auf einer kleineren Fläche als an Taille und Beinen. Eine Matratze mit durchgehend gleicher Festigkeit lässt deshalb entweder die Schulter nicht tief genug einsinken oder das Becken zu tief durchhängen.
Zonen lösen das, indem die Matratze dort weicher ist, wo tief eingesunken werden soll, und fester, wo gestützt werden muss. Das Ergebnis ist die gerade Linie, die auch beim Härtegrad das eigentliche Ziel ist.
Warum mehr nicht besser ist
Die Zahl der Zonen ist ein Verkaufsargument mit begrenzter Aussagekraft. Drei Gründe:
- Keine Norm. Weder die Anzahl noch die Lage der Zonen ist festgelegt. Ein Hersteller kann dieselbe Matratze als Fünf- oder Sieben-Zonen-Modell auszeichnen, je nachdem, wie fein er zählt.
- Je mehr Zonen, desto schmaler. Neun Zonen auf zwei Metern bedeuten sehr schmale Abschnitte — die exakt an der richtigen Stelle liegen müssten. Bei abweichender Körpergröße passt dann keine.
- Die Schulterzone entscheidet. Fehlt sie oder liegt sie falsch, helfen auch acht weitere nicht.
Für die meisten Menschen ist eine gut gemachte Fünf-Zonen-Matratze ausreichend. Wichtiger als die Zahl ist, dass die Schulterzone dort liegt, wo die eigene Schulter liegt.
Worauf zu achten ist
- Wendbarkeit prüfen. Viele zonierte Matratzen haben eine härtere und eine weichere Seite. Das verdoppelt die Chance, den passenden Eindruck zu finden.
- Nicht drehen, sondern wenden. Bei zonierten Modellen würde ein Drehen um 180 Grad die Schulterzone unter das Becken bringen. Gewendet wird von oben nach unten, nicht von Kopf zu Fuß.
- Bei Körpergrößen unter 1,60 oder über 1,90 m genau hinsehen: Die Zonen sind auf Durchschnittsmaße ausgelegt.
- Der Unterbau muss mitspielen. Eine zonierte Matratze auf einer durchgehenden Platte kann ihre Zonen nicht ausspielen. Siehe Lattenrost.